AMD-Vorsorge

Die altersbedingte Makuladegeneration (AMD) ist eine der häufigsten Erblindungsursachen im Alter. Frühzeitig erkannt, lässt sie sich aufhalten. Nutzen Sie deshalb unsere Vorsorgeuntersuchungen.

Trockene oder feuchte AMD

Man unterscheidet bei der AMD zwei unterschiedliche Erscheinungsformen.

Bei der „trockenen Makuladegeneration“ tritt eine schleichende Verschlechterung des Sehvermögens auf, die oft genug einen Stillstand erfährt, so dass die Patienten mit optischen Hilfsmitteln bis ins hohe Alter lesen können.

Bei der „feuchten Makuladegeneration“ führen Blutgefäße zu Schwellungen der Netzhaut, weil sie in diese hineinwachsen und so die feinen Sinneszellen zerstören. Diese Form der AMD wird daher mit den sogenannten intravitrealen Injektionen behandelt.

Was sind intravitreale Injektionen?

Seit einiger Zeit ist bekannt, dass ein chemischer Botenstoff namens VEGF (vascular endothelial derived growth factor) das Wachstum dieser schadhaften Gefäße anregt. Auf Grundlage dieser Erkenntnis ist die Therapie mit speziellen VEGF-Hemmern entwickelt worden. Die Medikamente werden während eines operativen Eingriffs mittels einer Injektion in das Innere des Auges (in den Glaskörperraum) eingebracht. Die VEGF-Hemmer blockieren den Botenstoff und bremsen somit das Gefäßwachstum. Eine Verschlechterung des Sehvermögens kann dadurch in vielen Fällen, nicht nur verzögert, sondern gestoppt werden.

Wichtig: frühzeitige Diagnose

Eine frühzeitige Diagnose kann Ihnen helfen, rechtzeitig Vorsorge zu treffen. Da die trockene Form auch in die feuchte Form übergehen kann, ist eine regelmäßige Überprüfung durch den Augenarzt wichtig. Wir empfehlen die AMD-Vorsorge besonders Patienten ab dem 60. Lebensjahr.

Bei der AMD-Vorsorgeuntersuchung werden wir Ihren Augenhintergrund gezielt untersuchen und so feststellen, ob bereits Veränderungen in der Netzhaut vorliegen. Befunde am Augenhintergrund, also im Bereich der Sehnerven, der Netzhaut und Aderhaut, lassen sich mit einer digitalen Kamera fotografisch festhalten und dokumentieren (Fundusfotografie). Noch genauer lässt sich die Netzhaut mittels der Optischen Kohärenztomographie (OCT). Diese Aufnahmen gewährleisten eine exakte Diagnostik und Verlaufsbeobachtung.

 

Wenn Sie wegen Ihres Sehvermögens Sorgen oder Befürchtungen haben, sprechen Sie uns bitte an. Nur eine fachärztliche Diagnose kann Sicherheit bieten.