Glaukomvorsorge

Um eine Glaukomerkrankung frühzeitig zu erkennen, ist eine regelmäßige Vorsorge besonders wichtig!

Einmal jährlich sollten Sie deshalb eine Sehnervenkontrolle sowie eine Augeninnendruckmessung durchführen lassen.

Eine Hornhautdickenmessung (Optische Pachymetrie) präzisiert die Augeninnendruckmessung und ist deshalb ebenso empfehlenswert.

Warum ist die Hornhautdickenmessung sinnvoll?

Für die Messung des Augeninnendrucks stehen uns spezielle Messgeräte (Tonometer) zur Verfügung. Diese sind auf eine mittlere Hornhautdicke (550µm) geeicht. Die Hornhautdicke schwankt jedoch und ist von Mensch zu Mensch verschieden. Wenn die Hornhaut überdurchschnittlich dick oder dünn ist, kann es zu Abweichungen bei der Messung des Augeninnendrucks kommen.

Nur wenn die Dicke der Hornhaut bekannt ist, können bei einer Augendruckmessung Rückschlüsse auf den tatsächlichen Augeninnendruck gezogen werden. Allein durch diese Untersuchung lässt sich Ihr persönlicher Korrekturfaktor genau ermitteln. Da sich dieser individuelle Wert kaum ändert, muss die Messung der Hornhautdicke im Allgemeinen nur einmalig durchgeführt werden.

Beim fortschreitenden Glaukom kommt es durch die Schädigung der Nervenzellen zu Ausfällen im Gesichtsfeld. Das Gesichtsfeld ist der Bereich, den man – ohne das Auge oder Kopf zu bewegen – beim Blick geradeaus wahrnimmt. Ohne Therapie verengt sich langsam das Gesichtsfeld, bis man nur noch einen kleinen Ausschnitt sieht. Alle drei Jahre sollten Sie daher zu einer umfassenderen Kontrolle in die Praxis kommen und Ihr Gesichtsfeld untersuchen lassen. Bei Patienten mit starker Kurzsichtigkeit sollten diese Vorsorgeuntersuchungen spätestens alle zwei Jahre durchgeführt werden.

Wie verläuft die prophylaktische Gesichtsfelduntersuchung?

Die aktuelle Methode arbeitet mit einer sogenannten Frequenzverdopplungstechnologie (FDT). Durch die Frequenzverdopplungs-Perimetrie können wir – im Gegensatz zu der herkömmlichen Gesichtsfelduntersuchung –  gezielt die Nervenzellen untersuchen, die zuerst von der Erkrankung betroffen sind. Somit werden mit dieser Methode,  insbesondere bei beginnenden Schäden der Nervenzellen, diese früher erkannt als mit der statischen Methode. Dies gilt insbesondere für jüngere Patienten ohne einen fortgeschrittenen grauen Star. Bei der Untersuchung wird immer ein Auge mit einer speziellen Lichttechnik geprüft. Der Patient blickt mit dem zu untersuchenden Auge auf einen Punkt in der Mitte des Bildschirms und soll aufleuchtende Lichtsignale bemerken. Die Untersuchung dauert nur wenige Minuten und gibt Aufschluss darüber, ob bereits unbemerkte Einschränkungen des  Gesichtsfelds vorliegen. 

Welche Behandlungsmöglichkeiten des Glaukoms gibt es?

Da ein Glaukom oft mit einer Erhöhung des Augeninnendrucks einhergeht, sind drucksenkende Medikamente das Mittel der Wahl. Wenn der Augeninnendruck durch die Medikamente nicht ausreichend abgesenkt werden kann, ist in einigen Fällen eine operative oder Laserbehandlung sinnvoll.

 

Sprechen Sie uns an, wenn Sie Fragen zur Glaukomvorsorge oder zur Glaukombehandlung haben, wir beraten Sie gern!